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7 Tipps wie Du Dich besser durchsetzen kannst.


Gosia Von Styp
7 Tipps wie Du Dich besser durchsetzen...

WARUM IST DIE FÄHIGKEIT SICH DURCHSETZEN ZU KÖNNEN SO WICHTIG?


Durchsetzungsvermögen zu besitzen heißt, Deine Authentizität zu leben. Du bist in Deiner inneren Kraft und hast die Sicherheit, Deinen Standpunkt stressfrei und sichtbar zu vertreten.

Kennst Du den Unterschied zwischen Schach und Go? 


Ganz sicher ist Dir SCHACH sofort ein Begriff.

Doch bei dem Spiel GO ist das noch anders.

Beim Schach geht es um Taktik und um das Auswendiglernen. Schach hat sehr definierte Muster, ist komplex, doch schnell zu erlernen.

Durch die erfassbaren Algorithmen vom Schachspiel hat der Computer es schon lange geschafft bei diesem Spiel gegen den Menschen zu gewinnen.


Bei Go ist das anders.

Go ist ein faszinierendes Spiel, erfordert ein hohes Mass an Flexibilität und erfordert einen lebenslangen Lernprozess.

Hier arbeiten Entwickler bereits seit über 30 Jahren an der Software und bis heute kann ein SEHR guter Go-Spieler gegen den Algorithmus des Computers gewinnen, denn die Spielzüge sind oft intuitiv.

Kurz erklärt handelt es sich bei Schach um ein auf Logik basierendes Brettspiel und Go basiert auf Intuition. 


Mein damaliger Mentor, der seinerseits sehr lange im asiatischen Raum gelebt hat, sagte auch zu mir:

Schach erlaubt dem Spieler nur in eine Richtung zu gehen: nach vorne. Das verdeutlicht die europäische Mentalität.

Beim Go gibt es alle Möglichkeiten: nach vorne, nach hinten und zur Seite. Dabei erlaubt es dem Spieler auch einen Rückschritt zu machen, um wieder nach vorne zu kommen. Das ist die asiatische Mentalität.

Das hat mich fasziniert und deshalb nehme ich heute dieses Beispiel, denn es ist eine wunderbare Metapher, um Dir das Durchsetzen zu verdeutlichen. 


Wenn ich mir im Netz Bilder zum Thema Durchsetzungsvermögen anschaue, dann werden mir nur welche gezeigt, die mit Kampf oder Konkurrenz zu tun haben.

Zum Beispiel: Wer zieht stärker an dem Seil oder wer gewinnt beim Armdrücken. 

Es handelt sich dabei meistens um die typische Gewinner – Verlierer – Mentalität oder die Schwarz – Weiß – Denkweise. 

Alles ist verkrampft und das erweckt beim Thema Durchsetzungsvermögen nicht unbedingt ein positives Gefühl. 

Doch so muss es nicht sein. 


In diesem Beitrag möchte ich Dir nicht nur Tipps geben, wie Du Durchsetzungsvermögen umsetzen kannst, sondern Dir helfen den Druck rausnehmen, das sich durchzusetzen nichts Schlimmes oder Negatives ist.

Ich möchte Dir zeigen, wie Du von der Schach zur Go Mentalität kommst und wie Du Durchsetzen ohne Stress praktizierst.


Fakt ist, das Durchsetzungsvermögen eine sehr wichtige Kernkompetenz einer Führungskraft ist.

Aus der Nummer kommen wir nicht raus, denn das Durchsetzungsvermögen zeigt, wie selbstsicher Du wirklich bist.

Somit ist Durchsetzungsvermögen nicht nur eine Kernkompetenz einer Führungskraft, sondern eine Lenbenskompetenz.


“Sich durchzusetzen heißt heute, die eigene Position selbstbewußt zu vertreten, ohne Brücken einzureißen.”
— RENE BORBONUS

Das ist so schön auf dem Punkt gebracht.

Die zwischenmenschlichen Brücken nicht einzureißen, ist nicht nur sehr  bedeutungsvoll, sondern es wird immer wesentlicher in der agilen Führungsweise.

Wie ich in fast allen meiner Beiträge schreibe, werden zukünftig Hierarchien verschwimmen und Netzwerke entstehen. 

Ein gutes Netzwerk ist unglaublich wertvoll und kann über Deinen Erfolg oder Misserfolg entschieden. 

Doch um ein großes Netzwerk aufzubauen und zu pflegen ist soziale Kompetenz, Empathie und eine ausgeprägt Kommunikationskompetenz natürlich die Voraussetzung. 

Sich durchsetzen zu können ist also die Fähigkeit zu kommunizieren und mit Deinen Argumenten zu überzeugen.

Wichtig dabei ist, dass Du Dir bewusst wirst, dass aus der Gewinner – Verlierer Mentalität nichts fruchtbares entstehen kann.

  • Bist du streitsüchtig oder angreifend, wirst Du nur kurzfristige Erfolge durch Angst bewirken.
  • Bist du zurückhaltend und gehst nicht in die Kommunikation, wirst Du Dich nicht entwickeln.

Beide Extreme bringen Dir keinen langfristigen Fortschritt.


Deshalb habe ich jetzt Tipps für Dich, wie Du Dich mit Freude und Spaß durchsetzen kannst: 


1. KONFLIKTE SIND NICHTS SCHLIMMES

Überwinde die Denkweise, dass Konflikte negativ oder schlimm sind. Einige Menschen denken, dass Konflikte anzunehmen oder seine eigenen Interessen zu vertreten unhöflich wäre, aus der Norm fällt oder sogar egoistisch ist. Doch das ist nicht richtig!

Genau das Gegenteil ist der Fall wenn wir von konstruktiven Gesprächen, Verhandlungen oder Konflikten sprechen.

Ungelöste Konflikte, ungeklärte Fragen oder nicht erfüllende Umstände werden sogar stärker, wenn Du diese nicht löst. Wenn Du aus Höflichkeit Deine Interessen oder Gefühle verdrängst, kommt diese Situation nach einiger Zeit  doppelt und dreifach auf Dich zurück und verschwindet erst, wenn Du sie gelöst hast.

Menschen, die Konflikte angehen und beheben, erlösen sich, wachsen und sehen ganz klar einen Fortschritt darin.

Wenn Du aus Deiner Komfortzone gehst und den Konflikt als etwas positives und klärendes betrachtest, verlierst du die Scheu davor. 


2. VORBEREITUNG IST ALLES.

Diese Redensart kennst Du sicherlich.

Solltest Du vorher wissen, dass Dir ein Gespräch oder eine Verhandlungen bevorsteht, dann bereite Deine Interessen gut und präzise vor.

Das gibt Dir Sicherheit und das wird sich sowohl in Deiner Sprache also auch in  Deiner Körpersprache sofort bemerkbar machen. Du wirkst souverän und wirst automatisch als ein ernsthafter Gesprächspartner wahrgenommen.

Du gehst außerdem der Gefahr aus dem Weg, Deine Interessen zu schwammig zu kommunizieren.


3. DU HAST DAS RECHT AUF DEINE MEINUNG.

Finde die Sicherheit in Deiner eigenen Meinung und mache Dir bewusst, dass Du das Recht hast sie zu äußern.

Du hast das Recht Fragen zu stellen, Dinge zu fordern, Dir Informationen einzuholen, Deine Meinung zu ändern, für Deine Interessen oder Deine Mitarbeiter einzustehen und Fehler zu machen. Du hast das Recht wahrgenommen zu werden. 

Wenn Du das verstehst, dann ist sich durchzusetzen nicht mit gewinnen gleichzusetzen, sondern damit Deine Authentizität zu leben.


4. HÖRE GUT ZU.

Lerne zuzuhören. Vielen Menschen fällt das schwer.

Oft sind wir in Eile und verfallen in diesen `Ich-muss-schnell-noch-die-Welt-retten-Modus´ oder `Ich-muss-jetzt-sofort-etwas-dazu-sagen´.

Nein! Lass Dein Gegenüber immer ausreden, entspanne Dich, denn in der Ruhe liegt die wahre Kraft.

In einem Gespräch, einem Konflikt oder einer Verhandlung ist es für Dich enorm von Vorteil, genau zuzuhören. Das ist nicht nur respektvoll deinem Gesprächspartner gegenüber, sondern gibt Dir Raum, um Deine Argumente zu sortieren und gedanklich vorzubereiten. 

Dieser Raum ist der Teil des Gespräches, in dem Du Schlagfertigkeit gut trainieren kannst.

Viele fühlen sich in Gesprächen oder Konflikten nicht schlagfertig genug und werden dadurch unsicher. Doch in dieser Ruhe kannst Du Deine Gedanken besser entfalten und Deine schlagfertigen Argumente für Deine Interessen immer wieder gedanklich neu ausrichten.

Wie oft fällt uns hinterher ein, was man noch hätte sagen können. Doch wenn Du ruhig und gelassen bleibst und zuhörst, werden Dir eher spontane, gute und wirksame Argumente einfallen, als im emotionalen Kampf. 

Signalisiere auch Verständnis für deine Gegenseite. Versuche Dich in dein Gegenüber zu versetzen. Das wird Dir helfen Deine Emotionen rauszunehmen und wer weiß, vielleicht kannst Du sogar noch etwas lernen.


5. KOMME AUF DEN PUNKT.

Durch Deine Vorbereitung bist Du schon mal klar strukturiert und weißt, was Du in einem Gespräch willst und nicht willst. Das ist die Voraussetzung, um in einem  Gespräch nicht auszuschweifen.

Fokussiere Dich bei Deinen Argumenten stets auf das Wesentliche.

Lege die Prioritäten Deiner Argumente fest für Dich fest. Du musst nicht jedes Detail erklären. Wenn Du anfängst alles zu erklären, gehst du in die Rechtfertigung und Dein Gesprächspartner wird Dich als geschwächt wahrnehmen.

Agieren ist Dein Ziel, nicht reagieren oder verteidigen.

Halte Deine Kommunikation immer auf Augenhöhe. Bleibe immer höflich, werde nicht persönlich und kategorisiere nicht wer klüger oder besser ist oder wer mehr Rechte hat. Wenn Du merkst, dass Du anfängst auszuschweifen, gehe immer auf die Sachebene zurück.

Bringe auch Deine Emotionen ins Spiel.

Du darfst im Gespräch, einer Verhandlung oder einem Konflikt auch zeigen, dass Du von Deinen Interessen begeistert bist; dass Du diese voller Hingabe, Begeisterung und Freude betrachtest und es Dir wichtig ist.


6. LERNE NEIN ZU SAGEN.

Vor dem NEIN grault es uns. 

Wir wollen nicht unhöflich sein, wünschen uns immer Harmonie und verspüren den Druck nicht gut genug zu sein, wenn wir etwas verweigern oder nein sagen.

Dieses Gefühl leitet uns oft in die Situation, uns zu erklären oder Notlügen zu erfinden, weil wir mit dem Nein niemand auf den Schlips treten wollen.

Doch die Magie liegt in der Wahrheit. 

Ein Nein auszusprechen, erlaubt Dir authentisch zu bleiben und Dich nicht zu verbiegen.

Wenn Du ein Nein auf Augenhöhe kommunizierst, wirst Du Dich gut fühlen. Dein Gegenüber Dich als ehrlich und authentisch wahrnehmen und ganz sicher mit einem Nein umgehen können.


7. ÜBE DEIN DURCHSETZUNGSVERMÖGEN.

Trainiere Dein Durchsetzen in jeder Situation die sich in Deinem Alltag ergibt. Solltest Du große Scheu davor haben, gehe vorerst kleine Schritte und baue auf Deinen Erfolgen auf. 

Schaue Dich im Spiegel an und achte auf Deine Körperhaltung und Deine Körpersprache. Übe zu sprechen und spreche laut. So wirst Du selbst merken, wie souverän und selbstsicher Du wirst.

Keiner ist als Meister auf die Welt gekommen und alle haben es lernen dürfen, somit habe viel Freude Dein Durchsetzungsvermögen zu üben.


Das war es für diesen Donnerstag und ich hoffe Du hast viel Freude beim Lesen des Beitrags gehabt.


Nächste Woche gibt es den ersten Beitrag zu interkulturellen Kompetenz.

Was du Dir darunter vorstellen kannst, wie Unterschiede der Kulturen bemessen werden und wie Du die Zeit der kulturellen Vielfalt als für Dich als Führungskraft nutzen kannst, erfährst Du nächste Woche.

Bis dahin meine Lieben.

Cheers,

Deine Gosia 

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